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Juli 2026
Rückblick: Berliner Schülerwettbewerb
Die Stimmung war großartig bei
der Preisverleihung des diesjährigen Berliner Schülerwettbewerbs zur
politisch-historischen Bildung am 19. Juni; begleitet wurde die Feier im Europäischen Haus am Brandenburger Tor von Sherif Rizkallah (Moderator der Kindernachrichtensendung "logo!") und Leonie Schwarzer (Moderatorin der "rbb24 Abendschau").
Die Klasse 9d des Dathe-Gymnasiums gewann den
Teilwettbewerb „Wir machen Demokratie“. Die Klasse 10b der Katholischen Theresienschule
wurde für ihr Video zum Thema „Wir, die Kanzler und Berlin“ ausgezeichnet.
Beide Klassen können sich über ein Preisgeld von jeweils 1.000 Euro freuen. Auf
den jeweils mit 500 Euro dotierten zweiten Platz kamen die Klasse 9a des
Hermann-Ehlers-Gymnasiums und die Klasse 11 der Internationalen
Lomonossow-Schule.
Der Wettbewerb wurde von unserer Stiftung gemeinsam mit der
Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung und der Stiftung
Bundeskanzler-Adenauer-Haus bereits zum zweiten Mal durchgeführt. Einen ausführlichen
Bericht mit vielen Bildern gibt es hier.
Kommende Veranstaltungen
Mit so viel Verve soll es auch im zweiten Halbjahr weitergehen! Prof. Dr. Hermann Wentker bei unserer Buchpremiere am 18.Mai dieses Jahres (Bild © Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung / Hans-Christian Plambeck)
Auch in der zweiten Jahreshälfte laden wir zu zahlreichen Veranstaltungen ein: Zur Feier der Deutschen Einheit
sind wir vom 2. bis 4. Oktober in Bremen mit einem gemeinsamen Stand der
Politikergedenkstiftungen des Bundes vor Ort. Am 9. Oktober nehmen wir am
„Histofest“ in Luxemburg teil und diskutieren mit unserem Kuratoriumsmitglied, dem ehemaligen
EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, die Frage: „Do we need (new) heroes in Europe?“ Am 15. Oktober spricht in Berlin
Ignaz Lozo, Autor einer Biografie über Michail Gorbatschow, zum Thema „Die
NATO-Osterweiterung – Putins Mythos vom gebrochenen Versprechen“. Darüber
hinaus laden wir im September und November zu zwei wissenschaftlichen Kolloquien über aktuelle Buchpublikationen ein. Bei der Berlin Freedom Week, die im
November zum zweiten Mal stattfindet, sind wir mit zwei Publikumsveranstaltungen vertreten. Aktuelle Informationen finden Sie unter "Veranstaltungsankündigungen" auf unserer Website – es lohnt sich, immer wieder einmal nachzuschauen!
Das Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Portal
Natürlich kennen Sie die Website unserer Stiftung – das hoffen wir jedenfalls. Aber waren Sie auch schon einmal
auf https://www.bundeskanzler-helmut-kohl.de/? Dieses Portal, das wir gemeinsam
mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) betreiben, bietet Geschichtsinteressierten und
Fachleuten eine umfangreiche Sammlung von Quellen und Darstellungen zu Helmut
Kohls Leben und den Schwerpunkten seiner Politik. Die Seite „Personen“
enthält biografische Informationen zu
Persönlichkeiten, die mit Helmut Kohl eng zusammengearbeitet haben oder mit ihm
im Austausch standen. Ergänzt wird das Portal durch eine laufend aktualisierte
Bibliografie. Ganz neu und lesenswert: ein Beitrag von Dr. Janis Hülder über Helmut Kohl als „politischen Kommunikator“ sowie eine Würdigung Hannelore Kohls zu ihrem 25. Todestag von Dr. Philipp Rosin.
Nachwuchskolloquium
Bild: Helmut Kohl als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz © Bundesregierung / Engelbert Reineke
Wissenschaftliche Kolloquien sind seit der Gründung unserer
Stiftung ein fester Bestandteil unseres Veranstaltungsprogramms. Seit dem
Sommersemester 2026 bietet unsere Wissenschaftsreferentin Lisa Marie Freitag ein Nachwuchskolloquium für Masterstudierende und Promovierende aus
den Bereichen Geschichte und Politikwissenschaft an, die auch als Zuhörer
und Diskutanten herzlich willkommen sind. Im kommenden Wintersemester stehen
folgende Themen auf dem Programm: 1.Oktober 2026: "Zwischen Bündnistreue und
europäischem Gestaltungsanspruch. Helmut Kohl und die deutsch-französische
Sicherheitspartnerschaft: Die Deutsch-Französische Brigade und das
Eurokorps" (Benjamin Pfannes, Universität Potsdam) 05. November 2026: "Die deutsche Ukrainepolitik von
1990 bis 1998" (Torsten Baar, Europa-Universität Viadrina) 03. Dezember 2026: "Die Außenkulturpolitik in der Ära
Kohl" (Jahn Lukas Hermann, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) Jeweils von 16 bis 18 Uhr in der Friedrichstraße 187 in Berlin. Anmeldung bei
llisa_marie.freitag@bundesstiftung-helmut-kohl.de
Ausstellung Unter den Linden 50
 Bild: Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung
„Hurra Deutschland“ ist für Puppenfans bis heute eine
der erfolgreichsten deutschen Polit-Satire-Shows. Von 1989 bis 1991 wurde die Sendung in
vier Staffeln im WDR ausgestrahlt, ab 2003 versuchte RTL II eine Neuauflage.
Was dem Ernie aus der Sesamstraße sein Quietscheentchen ist, war den Machern
der Sendereihe damals ihr „Quietsche-Kohl“. Jetzt hat eine der legendären Figuren den Weg in die Sammlung unserer geplanten Ausstellung Unter den Linden 50 in Berlin gefunden. Die Schöpferin der Karikatur-Gummiköpfe, die Puppenbauerin
und Künstlerin Ute Krafft, hat uns darüber hinaus zahlreiche
zeitgenössische Fanartikel gespendet. Herzlichen Dank!
Helmut Kohl in den Medien
 Bild: Bundesregierung / Richard Schulze-Vorberg
dpa/infocom vom 20. Juni
„Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) hat beim
Anblick seines Schreibtisches in der Staatskanzlei zwei berühmte Vorgänger vor
Augen gehabt. ‚Als ich das erste Mal über die Schwelle ins Büro ging, habe ich
mir vorgestellt, wie Helmut Kohl oder Bernhard Vogel am Schreibtisch gesessen
haben‘, sagte der 50-Jährige in einem Interview der Mainzer Allgemeinen Zeitung. ‚Das hat mich
demütig gemacht, ich hatte auch Ehrfurcht davor, in diese Fußstapfen zu treten.
Die habe ich immer noch, aber das war der Moment, wo ich verstanden habe: Das
ist mein Schreibtisch, mein Stuhl. Jetzt bin ich angekommen.‘“ SPIEGEL Online vom 25. Juni (Sönke Neitzel im Gespräch
mit Markus Feldenkirchen) „ ,Was mich so frustriert, ist zurzeit, dass ich nicht
erkennen kann, dass … irgendein … Staats- und Regierungschef einen Plan hat,
wie wir eigentlich vorankommen‘, sagte Neitzel. Fortschritte bei der
europäischen Verteidigungsintegration seien ‚marginal‘. Früher hätten
Regierungschefs wie Helmut Kohl, Helmut Schmidt oder Konrad Adenauer sowie ihre
französischen Partner nach dem Zweiten Weltkrieg gewusst, wohin sie Europa
führen wollten: ‚Wenn wir Helmut Kohl gefragt hätten, Mitte der Achtziger Jahre:
Herr Bundeskanzler, was ist der Plan? Er hätte einen Plan gehabt.'" taz vom 2. Juli (zur Ausstellung des Kanzlerporträts von
Angela Merkel im Bode-Museum) „Angela Merkel hält es diesmal wie Helmut Kohl. Wie er
zahlte sie das Bild selbst, dem Kanzleramt wird es nur geliehen.“ WELTplus vom 5. Juli
„Fußball ist ein wichtiger Teil der deutschen Identität. Die gewaltige
Bedeutung des ,Wunders von Bern', also des Weltmeistertitels von 1954, ist
unumstritten: Wir waren wieder wer. Wir durften 1954 endlich mitspielen, was
bei der WM 1950 nicht der Fall gewesen war, und siegten sogar. Wir waren
politisch ein Zwerg, aber Riesen vorm Tor. Der Titel von 1974 passte dann
perfekt zur Aufbruchseuphorie der Willy-Brandt-Jahre, 1990 passte er perfekt
zum Wunder der Wiedervereinigung. Die Sieger hießen auch Adenauer, Brandt und
Kohl.“
Rückblende
Bild: Bundesregierung / Arne Schambeck
Nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen
Bulgarien am 10. Juli 1994 griff Bundeskanzler Helmut Kohl zum Telefon. Er rief
Bundestrainer Berti Vogts an und sprach ihm Mut zu. In der aktuellen
ARD-Dokumentation „Elf Helden, ein Albtraum“ erinnert sich Vogts an dieses
Gespräch: „Ich bin zu
Hause, das Telefon ging, und dann war das unser Bundeskanzler. Das war mein
Kanzler, Helmut Kohl. Und dann hat er gesagt, ich soll mich nicht hängen lassen
… Und dann sagt er: ‚Eins ist das Wichtigste, Berti: Hör bitte nicht auf, wir
brauchen dich.‘ Ich muss sagen: Wenn es mir heute schlecht geht, denke ich
immer noch an diesen Satz: ‚Wir brauchen dich.‘ Und ich werde das nie
vergessen.“
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Öffentlichkeitsarbeit: Benita Schauer | Friedrichstr. 187 10117 Berlin | Deutschland |
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