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Mai 2026
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Berlin hat nun eine Helmut-Kohl-Allee!
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Bild: KAS / Christiane Stahr

Die Umbenennung der ehemaligen Hofjägerallee am 9. Mai, dem Europatag, ist auch für unsere Stiftung ein erster Schritt, um die politischen Verdienste des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl in Berlin sichtbar anzuerkennen.

„Eine große Straße für einen großen Politiker“ – so fasste es der Regierende Bürgermeister Kai Wegner während des Festaktes in der Konrad-Adenauer-Akademie zusammen. Carsten Spallek, Bezirksbürgermeister von Mitte, erklärte, er hätte sich sogar „einen noch prominenteren Ort“ vorstellen können. Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, würdigte Helmut Kohl als „außergewöhnlichen Menschen und außergewöhnlichen Politiker“.

Gerda Hasselfeldt, die stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende unserer Stiftung, betonte im Podiumsgespräch mit Frank Ebert, dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dass für Helmut Kohl die Einheit Deutschlands und Berlins stets „oberste Priorität“ gehabt habe. Ebert wies auf die Friedliche Revolution in der DDR als Voraussetzung für die Einheit hin. Das von Sven Felix Kellerhoff moderierte Gespräch endete mit dem Appell, dass dem neuen Straßennamen in Berlin weitere Ehrungen für Helmut Kohl folgen könnten!

Einen Rückblick auf die Veranstaltung gibt es auf unserer Website.

Buchpremiere
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Am 18. Mai stellen wir den ersten Band unserer wissenschaftlichen Buchreihe vor: Der "mächtigste Nachbar im Osten": Helmut Kohl, die Sowjetunion und das neue Russland, erschienen im Ch. Links Verlag. Begrüßen wird uns Akademiepräsident Prof. Dr. Christoph Markschies; nach einem Auftaktimpuls von Serap Güler (Staatsministerin im Auswärtigen Amt) sprechen zwei der Autoren, Prof. Dr. Hermann Wentker (Abteilungsleiter IfZ i.R.) und PD Dr. Bastian Matteo Scianna (Universität Rostock) mit
Prof. Dr. Claudia Weber (Europa-Universität Viadrina/Frankfurt a.d. Oder) über das Buch, das sich insbesondere den bisher wissenschaftlich kaum erforschten 1990er-Jahren widmet.

Die Veranstaltung ist ausgebucht; für den Fall, dass Plätze wieder freiwerden, können Sie sich unter diesem Link auf die Warteliste setzen lassen. Das Buch können Sie im Buchhandel kaufen oder hier bestellen.

Rückblick: Blühende Landschaften 2.0 in Aachen
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Bild: Christian van't Hoen

Viel Zuversicht, aber auch begründete Sorge – bei unserem gemeinsam mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen veranstalteten Diskussionsabend „Blühende Landschaften 2.0 – eine neue Perspektive für Europa“ war am 27. April beides zu spüren. In den Köpfen immer dabei war Helmut Kohl, dessen Vision von 1990 Ausgangspunkt einer lebhaften Debatte im Krönungssaal des Aachener Rathauses wurde.

Auf dem Podium brachten mit Prof. Dr. Isabel Schnabel (Mitglied des Direktoriums der EZB),
Dr. Reiner Haseloff
(ehem. Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt) und Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte (Direktor Emeritus der NRW School of Governance und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats unserer Stiftung) drei Persönlichkeiten mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen ihre Sichtweisen in die lebhafte Debatte ein. Gemeinsames Fazit des Abends: Ohne eine einigende Vision, die immer wieder neu den Realitäten angepasst werden muss, kommt Europa nicht voran, aber eben auch nicht ohne wirtschaftliche Stärke. Demokratie funktioniert dort, wo der Wohlstand gesichert ist.

Begrüßt wurden die Zuhörer zu Beginn von Dr. Michael Ziemons, dem Aachener Oberbürgermeister, und von  Volker Kauder, dem Kuratoriumsvorsitzenden unserer Stiftung. Das Schlusswort sprach Armin Laschet, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums. Mehr zur Veranstaltung auf unserer Website.

Lange Nacht der Wissenschaften
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Visual: Lange Nacht der Wissenschaften

Das Programm für den 6. Juni ist online! Auf der Website der Langen Nacht der Wissenschaften finden Sie zahlreiche Angebote, die Sie nach Anbieter, Stadtbezirk und Uhrzeit filtern und sich so Ihre persönliche Route für den Abend zusammenstellen können. Planen Sie auch einen Stopp im Kohl Salon in der Wilhelmstraße 68 ein – ob um 19.30 Uhr zum unterhaltsamen Science Slam: 4x7 Minuten Zeitgeschichte oder erst um 23.15 Uhr zum Kanzler-Quiz.

Unser vollständiges Programm finden Sie hier; Informationen dazu gibt es auch weiter unten bei "Unter den Linden 50". Und wenn Sie unserer Wissenschaftlichen Referentin Lisa Marie Freitag bei der Vorbereitung der LNDW  über die Schulter schauen möchten, werfen Sie in den nächsten Tagen einen Blick auf unseren Instagram-Account!

Unter den Linden 50
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Grafik: © büroberlin Architektur und Ausstellungsgestaltung + Hella Rolfes Architekten, 2024

So ungefähr soll sie aussehen – unsere Ausstellung zur Kanzlerschaft Helmut Kohls. Noch allerdings braucht es dafür ein wenig Vorstellungskraft. Um diese zu beflügeln, gibt unsere Kuratorin Dr. Simone Erpel am
6. Juni um 21:45 Uhr
im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften im Kohl Salon erste Einblicke in die Planungen: Kommen Sie, hören und fragen Sie im Kohl Salon in der Wilhelmstraße 68 in Berlin-Mitte.

Zeitzeugeninterview
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Christa Nickels im Interview. Bild: Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung

„Für mich war Helmut Kohl vor allen Dingen auch: ein Mensch“.

Christa Nickels war 1979 Mitbegründerin der Grünen in Nordrhein-Westfalen; von 1983 bis 2005 war sie mit Unterbrechungen Mitglied des Deutschen Bundestags, unter anderem als Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion. In unserem neuen Zeitzeugeninterview spricht sie über Helmut Kohl als Politiker und als Mensch. Zu sehen und zu hören auf unserem YouTube-Kanal.

Demokratie erklären, Geschichte entdecken: Unser Angebot für Schulklassen
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Bild: Benjamin Haase

Demokratie ist oft anstrengend, setzt Verstehen voraus und verlangt die Bereitschaft, sich für gemeinsame Ziele zu engagieren. Unser Jugendbildungsreferent Benjamin Haase erklärt in Schulen und vor jungen Besuchergruppen aus allen Teilen der Bundesrepublik das Funktionieren unseres demokratischen Systems am Beispiel der Kanzlerschaft Helmut Kohls. Wie kam es zur Wiedervereinigung, wie wurde die Europäische Union Realität?

In den letzten Wochen führte Benjamin Haase (rechts im Bild) unter anderem zwei Leistungskurse aus Speyer, einer Stadt, der Helmut Kohl zeitlebens eng verbunden war, durch die Mitte Berlins; er besuchte zwei zehnte Klassen in München und gestaltete den Europatag an einer Schule in Saarbrücken mit. Das Interesse an seiner Arbeit ist groß, das freut uns!

Helmut Kohl in den Medien
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Bild: Bundesregierung / Richard Schulze-Vorberg

Die Rheinpfalz vom 11. Mai 2026 zur Einweihung der Helmut-Kohl-Allee in Berlin:
"Berlin ist damit offiziell eine von mehr als 20 Städten, in denen der Name des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl auf dem Stadtplan auftaucht. Gut, die Allee ist mit ihren 450 Metern nicht besonders lang, als Hauptverkehrsstraße, die durch den Tiergarten zur Siegessäule führt, nicht besonders prunkvoll, und ehrlicherweise befindet sich kein einziges Gebäude an ihr. Aber immerhin: Berlin hat nun eine sichtbar ausgewiesene Kohl-Allee. Und das können manche Städte - etwa Kohls Heimatstadt Ludwigshafen - bis heute nicht von sich behaupten."

taz vom 5. Mai 2026:
„Bundeskanzler Helmut Kohl wurde in der Vor-Social-Media-Zeit, als man seine Meinung noch mit Aufklebern auf dem Auto zur Schau trug, jahrelang als 'Birne' verspottet, als provinzieller Fettwanst, der kein Englisch sprechen konnte. Dumm wie Brot obendrein. Mein persönlicher Lieblingsaufkleber: Kohl hebt ein Bügeleisen ans Ohr und fragt: 'Hallo, wer spricht da?' Doch Kohl hat eben auch gesagt, dass man als Bundeskanzler solche Beschimpfungen 'aushalten muss'; es habe ihn ja niemand gezwungen, Bundeskanzler zu werden.“

Ostdeutsche Allgemeine vom 28. April 2026:
„Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl war ein Meister darin, deutsche Interessen unter Einbindung der Partnerländer nach vorne zu bringen.“

FOCUS online vom 26. April 2026:
„Angesichts einer solchen Herausforderung muss ein Kanzler klare, unmissverständliche Ansagen machen. Und wenn er einen Weg für richtig hält, dann muss er ihn konsequent gehen, selbst wenn er dabei scheitern könnte. Da könnte Merz sich an früheren Kanzlern Helmut Schmidt (SPD), Helmut Kohl (CDU) und Gerhard Schröder (SPD) ein Beispiel nehmen. Schmidt und Kohl haben ihre politische Existenz bei der höchst umstrittenen NATO-Nachrüstung riskiert, Schröder bei der 'Agenda 2010'. Merz hingegen lässt deren Mut vermissen.“

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Impressum
Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Benita Schauer | Friedrichstr. 187
10117 Berlin | Deutschland | 030-220127680 | info@bundesstiftung-helmut-kohl.de | https://www.bundesstiftung-helmut-kohl.de | Geschäftsführerin: Dr. Jacqueline Boysen |

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